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Datum
16.11.2022

Heizungscheck für Gasheizung für Eigentümer verpflichtend

Immobilieneigentümer mit einer Gasheizung sind seit Oktober 2022 von einer Neuregelung betroffen: Ein Heizungscheck für ihre Anlage ist verpflichtend. Dieser ist nicht mit der regulären Wartung der Heizung gleichzusetzen, sondern zielt auf die Überprüfung der Energieeffizienz ab. Sie haben bis Ende September 2024 Zeit, den Check durchführen zu lassen. erfahren Sie, welche Kosten und Arbeiten auf Sie zukommen können.

Heizungscheck
(GettyImages/Nikola Stojadinovic)

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Heizungscheck wurde im Rahmen der zweiten Energiesparverordnung der Bundesregierung vorgeschrieben.
  • Er greift seit dem 1. Oktober 2022 und verpflichtet Hausbesitzer dazu, die Energieeffizienz ihrer Anlage bis September 2024 überprüfen zu lassen.
  • Es ist ratsam, den obligatorischen Check zeitgleich mit der generellen Wartung der Heizung durchzuführen.
  • Bei Verbesserungspotenzialen helfen eine zweite Meinung und die gezielte Suche nach Fördermitteln.

Der neue Heizungscheck im Überblick

Seit dem 1. Oktober 2022 ist eine Heizungsprüfung für Millionen Hausbesitzer verpflichtend. Wer eine Gasheizung im Eigenheim betreibt, muss diese bis zum 30. September 2024 überprüfen lassen. Das sieht die neue Energiesparverordnung der Bundesregierung vor, die auf allgemeine Energiesparmaßnahmen abzielt. Bei der Sonderprüfung werden Funktionen der Gasheizung wie die Erzeugung von Wärme und Warmwasser, die Wärmeübergabe und die Verteilung in den Räumen unter die Lupe genommen. Vor allem die Energieeffizienz der Anlage steht dabei im Fokus.

Durchgeführt werden darf der Check von geeignetem Fachpersonal wie Gas-Installateuren, Heizungsmonteuren, Schornsteinfegern oder Energieberatern. Sie selbst müssen lediglich aktiv den Termin vereinbaren und den Zugang zu den Räumlichkeiten gewähren.

Auf den ersten Blick liegt die Frist für die Heizungsprüfung im September 2024 noch in ferner Zukunft. Beachten Sie aber eventuelle Wartezeiten und planen Sie den Check lieber frühzeitig, um die Frist einzuhalten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass gegen Ende der angesetzten Periode noch viele Termine kurzfristig angefragt werden. Empfehlenswert ist es, den neuen Heizungscheck zeitgleich mit der regulären Wartung der Anlage durchzuführen. So müssen Sie im besten Fall nur einen Termin für beide Leistungen vereinbaren.

Eventuell wird beim Heizungscheck Verbesserungspotenzial festgestellt. Holen Sie sich gerade bei umfangreichen Arbeiten noch eine zweite Meinung bei einem anderen Fachmann ein, um zu überprüfen, ob auch dieser die Anpassung empfiehlt. Zudem sollten Sie sich vor der Durchführung der etwaigen Optimierungen einen Kostenvoranschlag erstellen lassen. Dadurch vermeiden Sie überraschend hohe Kosten. Auch können Sie bei Maßnahmen, die zur Verbesserung der Energiebilanz führen, mitunter Förderungen beantragen. Informieren Sie sich vorab, um die Gesamtkosten gering zu halten und alle Potenziale auszuschöpfen.

Kosten für Heizungscheck und Co.

Generell zahlen Sie als Privatperson für den Heizungscheck pro Stunde. Ein Stundenlohn zwischen 100 und 180 Euro für den beauftragten Handwerksbetrieb ist üblich. Wenn die Heizung darüber hinaus gereinigt, gewartet oder in irgendeiner Form repariert werden muss, sind höhere Kosten zu erwarten. Möchten Sie zusätzlich den für Privathaushalte nicht verpflichtenden hydraulischen Abgleich durchführen lassen, müssen Sie mit rund 900 Euro für die gesamte Leistung rechnen. Für Unternehmen ist der hydraulische Abgleich ohnehin obligatorisch.

Fazit: Heizungscheck frühzeitig planen

Wenn Sie eine Gasheizung nutzen, kalkulieren Sie am besten schon jetzt ein, wann Sie den Heizungscheck durchführen lassen möchten. Dann sind Sie bis zum Ablauf der Frist im September 2024 auf der sicheren Seite. Wenn der Check Verbesserungspotenziale aufzeigt, empfiehlt es sich gegebenenfalls mögliche Förderungen zu in Anspruch zu nehmen und so zu sparen.

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